Eine kleine Geschichte der Automobilentwicklung

 

Aus Skizzen der Konstrukteure werden am Reißbrett präzise technische Zeichnungen. Über Jahrzehnte bleibt das die klassische Art des Know-How-Transfers, von der kreativen Vision des Konstrukteurs über die Verfeinerung in der Entwicklung bis hin zur Produktion. Wenn während eines Zwischenschrittes Fragen auftauchen, lassen sich diese zumindest in den ersten Jahrzehnten der Automobilgeschichte schnell beantworten: Die Teams sind klein, die Wege kurz und zwischen den Modellgenerationen vergehen üblicherweise viele Jahre.

 

 

Die Autos werden komplexer und mit ihnen die verwendeten Konstruktionswerkzeuge: Nach und nach übernehmen Computer einzelne Aufgaben. Für jede Phase gibt es eine eigene technische Lösung und auch Zeichnungen auf dem Papier spielen noch immer eine große Rolle. Ein Austausch von Daten über Systemgrenzen hinweg findet kaum statt. Dass das später einmal für große Probleme sorgen wird, zeichnet sich bereits jetzt ab. Doch noch sind die konstruierten Modelle vergleichsweise wenig komplex.

 

 

Neue Modelle entstehen im Prinzip komplett am Computer. Und auch in den Fahrzeugen selbst spielt Elektronik eine immer größere Rolle. Hardware und Software sind so eng verzahnt, dass nun ein sehr enger und durchgehender Austausch von Daten nötig wäre. Doch im Prinzip hat sich gegenüber dem vorigen Schritt nichts geändert. Bei der Konstruktion sind CAD-Systeme für die mechanischen Komponenten und E-CAD-Lösungen für die Software-Seite im Einsatz. Neben diesen Autoren-Tools wird möglicherweise ein PDM-System als Management-Tool rund um die Mechanik verwendet. In der Fertigung wiederum arbeitet das Manufacturing Execution System (MES) zusammen mit dem ERP-System. Dabei werden in jeder Phase wertvolle Informationen nicht von System zu System übertragen und gehen verloren.

 

Mit der Produkt Innovation Plattform wird eine neue Ära der PLM-Lösungen eingeleitet. Über sämtliche Phasen des Produktlebenszyklus, Disziplinen, Standorte und Prozessketten hinweg ermöglichen diese Lösungen einen durchgehenden Blick auf alle relevanten Daten zu einem Produkt. Durch die Darstellung eines Digital Twins und Digital Threads für jede einzelne produzierte Komponente lässt sich die gesamte Historie zu einem Produkt auf einen Blick nachvollziehen.

Mehr Informationen zur Produkt Innovation Plattform von Aras finden Sie unter www.aras.com/platform

 

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Florian Zinner

Florian ist seit Juni 2017 bei Aras verantwortlich für das operative Marketing in der DACH-Region. Zuvor konnte er bereits Erfahrung im Marketing bei einem großen Softwarehersteller im Bereich Engineering Simulation sammeln.

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